Michael Reimer stellt ab jetzt zwei Mal im Monat die schönsten Wanderstrecken mit Hunden vor. Von einfachen, kurzen Strecken, über mittelschwere, bis hin zu anspruchsvollen Wanderstrecken ist für Jeden etwas dabei.
Heute: Rundtour auf den Rechelkopf
An Kühe auf der Almwiese hat sich Sheila ja gewöhnt, aber so direkt am Gipfelkreuz, wo man ihnen kaum ausweichen kann, flößen sie ihr dann doch Respekt ein. Da ihre menschlichen Begleiter nicht einschreiten, übernimmt der Australian Shepherd die Beschützerrolle und fängt entgegen sonstiger Gepflogenheiten aufgeregt zu bellen an, woraufhin die Kühe wiederum leicht aufgeschreckt das Weite suchen.
Abgesehen von diesem kleinen Gipfel-Intermezzo verläuft der Ausflug am Rechelkopf, der mehrheitlich von Tölzern bestiegen wird, absolut ruhig. Sheila verhält sich – von Stephanie perfekt geschult - wie immer mustergültig. Sie folgt ihrem Frauchen bedingt durch ihren stark ausgeprägten Schutzinstinkt auf Schritt und Tritt. Etwa im Wald auf Rehjagd zu gehen wäre ihr absolut fremd. Eine Maus würde sie allenfalls interessiert beobachten. Das einzige Tier, das sie aus der Reserve locken kann, ist die Katze; hat sie mal eine erspäht, sprintet sie wie auf Kommando los, ohne ihrem Jagdopfer jedoch etwas anzutun. Doch am Rechelkopf gibt es keine Katzen, sondern eben nur Kühe.
Anstieg auf entlegenem Pfad
Vom Parkplatz an den Attenloher Filzen führt ein Wirtschaftsweg direkt auf den Rechelkopf zu. Nach der Bachbrücke hält man sich links und biegt nach etwa 100 Metern rechts in einen Wiesenpfad, der den sichtbaren Almhütten zustrebt. Der anfangs breitere Weg mutiert während des teils steilen Anstiegs zu einem idyllischen Pfad, der zwischen hohen Gräsern manchmal nicht leicht zu entdecken ist. Von einer Lichtung genießt man den schönen Blick auf Bad Tölz und Kloster Reutberg. Nach einer eminent steilen Waldwurzelpassage stößt man auf den Forstweg.
Dem Forstweg folgt man an einer Jagdhütte vorbei bis zur markierten Abzweigung zum Rechelkopf. Der Steig überwindet eine bewaldete Höhenstufe. Auf dem Höhenrücken hält man sich an der Weggabelung links und steigt die letzten Höhenmeter zum Gipfel empor. Da der Gipfel baumfrei ist, genießt man einen schönen Rundblick auf die Tölzer Berge. Die beiden Sitzbänke sind aber meistens schon belegt, und manchmal muss man sich den Gipfel mit den Kühen teilen.
Abstieg auf der Westseite
Vom Gipfel geht es zunächst zur bekannten Abzweigung zurück. Von hier steigt man ohne großen Höhenverlust zur Schwaiger-Alm ab, die etwas versteckt hinter der großen Wiese liegt. Fortan wird das Gelände deutlich steiler. Im Talboden hält man sich an der ersten Gabelung nach dem kleinen Wanderparkplatz rechts und wandert meist eben durch die Attenloher Filzen zum Ausgangsort zurück. In dieser weiten Hochmoor-Landschaft wachsen neben rötlichen Gräsern und Heidekraut auch kleine Birken und Latschengruppen, die der Bergwanderer normalerweise nur aus höheren Gebirgsregionen kennt.
Tour:
Kategorie: 1
Gehzeit: 4,5 Std.
Höhenmeter: 650 m
Route Parkplatz bei Greiling – Rechelkopf – Schwaiger-Alm – Attenloher Filzen - Greiling
Anfahrt
Auto Von München wahlweise über Wolfratshausen (A 95, B 11) oder Holzkirchen (A 8, B 13) nach Bad Tölz und weiter 3 km nach Greiling. Im Ortskern erst der Straße Richtung Waakirchen folgen (die B 472 wird unterquert), dann geradeaus zum Wanderparkplatz an den Attenloher Filzen
Charakter
Bis auf den Gipfelaufbau ist der Rechelkopf überwiegend bewaldet und bietet somit viel Schatten. Wechsel zwischen einsamen Steigen und Forstwegen. Zuletzt quert man etwa 4 km weit durch die Attenloher Filzen.
Wasser
Am Wegesrand Bachläufe in den Attenloher Filzen, Quelle an Jagdhütte (Aufstieg) und Schwaiger-Alm (Abstieg), Bach und Wasserfall vor Erreichen des Talbodens
An die Leine
Im Talboden (Attenloher Filzen) können Radfahrer (bzw. unmittelbar nach dem Abstieg anfangs auch Autos) unterwegs sein
Wegweiser
Der Rechelkopf ist nur im Schlussanstieg (Steig ab Forstweg) markiert und beschildert; im Abstieg bis Erreichen des Talbodens den Wegweisern nach Gaißach folgen; der Abschnitt durch die Attenloher Filzen ist zum Teil mit dem Bodensee-Königssee-Radweg identisch.
Karte
Kompass-WK 182 Isarwinkel, 1:50.000
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Einsendeschluss ist der 24. Juni 2010


Kommentare
24.06.2010 16:58:58 Uhr
winterboxer.de
schöne Sache
Na das nenne ich aber eine schöne Sache.

Schließlich geht es ja bald ab in den Urlaub und das Ziel ergibt sich immer während der Fahrt!!!
Schwanzwedelnde Grüße
Zirkonia
19.06.2010 12:27:19 Uhr
Sternchen
zum Glück mal BAYERN !!
Ich seh das anders, denn meist ist nur im Norden was los, also sag ich: ENDLICH mal Bayern und freu mich für dieses neue Detail zweimal monatlich neue Routen kennenzulernen.
Danke dafür, weiter so !!!
Außerdem ist Bayern wirklich für alle schön, probierts doch lieber erst mal aus.
Danke für diese neue Möglichkeit hier-Gruß Steffi*
12.06.2010 06:32:16 Uhr
pebblesrotti
Da machen wir mal mit, denn
Da machen wir mal mit, denn ab uns zu fahren wir ja mal in den Urlaub.
Lg Petra
10.06.2010 17:57:12 Uhr
Ninoe
Nein
das brauch ich nicht. Oberbayern ist viel zu weit weg. Aber irgendwie gibts nur was zu gewinnen wo man nach Bayern muss oder was darum geht. =(