- Der Weisse Schäferhund
Rasseportrait
Welche Rasse passt zu mir? Heute: Der Weiße Schweizer Schäferhund
Um Ihnen die verschiedenen Rassen vorzustellen, befragen wir Fachleute und Hundehalter.
Dieses Mal haben wir die Deckrüdenbesitzerin Silvia Crowley befragt. Falls Sie gerne möchten, dass wir eine bestimmte Hunderasse vorstellen, dann schicken Sie uns eine Email an community@hallohund.de.
Die Weiße Schweizer Schäferhund - das sagt die Expertin Silvia Crowley:
Ohren: Hoch angesetzte, gut aufrecht getragene, parallel nach vorn gerichtete große Stehohren in Form eines länglichen, oben leicht abgerundeten Dreiecks.
Augen: Mittelgroß, mandelförmig, leicht schräg eingesetzt; Farbe braun bis dunkelbraun; Lider gut anliegend, schwarze Lidränder erwünscht.
Fell: Mittellanges, dichtes, gut anliegendes Stockhaar oder Langstockhaar; reichliche Unterwolle überdeckt von kräftigen, geraden Grannen; Fang, Gesicht, Ohren und Vorderseite der Läufe sind kürzer behaart; am Nacken und an der Rückseite der Läufe etwas länger. Leicht gewelltes, hartes Haar zulässig.
Farbe: weiß
Rute: Rundum buschig behaarte Säbelrute die sich zur Spitze hin verjüngt; eher tief angesetzt, mindestens bis zum Sprunggelenk reichend; in Ruhe hängend oder im unteren Drittel leicht aufgebogen; in der Bewegung höher, aber nie über der Rückenlinie getragen.
Widerristhöhe: Rüden 60 - 66 cm
Hündinnen 55 - 61 cm
Herkunft: Schweiz
kurzer geschichtlicher Abriß:
Im Grunde genommen ist der Weisse Schweizer Schäferhund genetisch nichts anderes als ein Farbschlag des Deutschen Schäferhundes! Niemals kam Fremdblut von irgendeiner anderen Rasse dazu, die Ahnentafeln lassen sich lückenlos zurückverfolgen bis zum ersten Hund des Zuchtbuchs der Deutschen Schäferhundzucht.
Schon seit Beginn der Reinzucht des Deutschen Schäferhundes (DSH) zu Beginn von 1900 fielen immer wieder weisse Welpen - immerhin war sogar der Großvater des ersten im Zuchtbuch eingetragenen DSH ein weisser Rüde!
Da man aber die DSHs hauptsächlich zu Diensthundzwecken züchtete, ist es naheliegend, dass da weisse Hunde wegen ihrer - vor allem nachts - auffallenden Farbe nicht erwünscht waren.
Man begann die weissen Hunde nicht zu registrieren und von der Zucht auszuschließen um ganz schnell eine farbige Reinzucht zu erhalten.
Bald sah man in Deutschland keine weissen Welpen mehr.
In den USA und Kanada lief jedoch die Zucht des DSH etwas anders ab: Farbige und Weisse gingen gleichermaßen in die Zucht, wobei auch dort die Weissen nicht im DSH-Zuchtbuch registriert wurden, sondern einfach als "White German Shepherds" geführt wurden.
Es fanden sich Liebhaberkreise, die eine gezielte Zucht nur mit weissen DSHs begannen, der Name "American-Canadian White Shepherd" (AC-Weisser Schäferhund) war geboren.
Man legte in dieser Zucht jedoch nicht so viel Wert auf Gebrauchshundeeigenschaften, wie z.B. Kampftrieb, Mut, Stärke oder Schussgleichgültigkeit, sondern züchtete die Weissen vornehmlich als Familienhunde.
Das hatte zur Folge, dass zum Teil auch Hunde in die Zucht gingen, die die Kriterien zum Diensthund eher nicht erfüllten, was wiederum dazu führte, dass der Weisse insgesamt gesehen eher etwas ruhiger und sensibler ist als der Deutsche Schäferhund.
Gewicht: Rüden: ca. 30 - 40 kg, Hündinnen: ca. 25-35 kg
Lebenserwartung: 12-14 Jahre
Charakter: Temperamentvoll, nicht nervös, aufmerksam und wachsam, gegenüber Fremden gelegentlich etwas zurückhaltend, niemals ängstlich oder aggressiv.
Empfehlung: Familien- und Begleithund mit ausgesprochener Kinderliebe, aufmerksamer Wächter, freudiger und gelehriger Arbeitshund.
Der Weisse ist nicht nur eine Augenweide – genauso schön, wie sein edles Erscheinungsbild ist sein Charakter. Er tut alles, um mit seiner Familie zusammen zu sein, ist für jede sportliche Tätigkeit zu begeistern, nimmt es aber auch nicht übel, wenn es ausnahmsweise auch mal ruhiger zugeht.
Die meisten Weissen lieben Kinder sehr und sind problemlos mit weiteren Hunden und anderen Tieren zu halten.
Da er ja ein Schäferhund ist, kann man ihn sehr leicht in den verschiedensten Bereichen ausbilden – sei es im Hundesport (Schutz, Agility, Obedience, Dogdancing) oder als Rettungs- oder Blindenführhund.
Er lernt sehr schnell und es macht Spaß mit ihm zu arbeiten.
Aufgrund der Seltenheit dieser Rasse, haben wir leider keinen Besitzer des Weissen Schäferhundes für ein Interview gefunden.
Kommentare
HAB' AUCH EINEN TRAUM IN WEISS
...........seit 16 Monaten :o)) Ist schon eine tolle Rasse vorallem paßt sie auch wunderbar zu meinen beiden Belgischen Schäferhunden der Varität Tervueren vom Wesen her.
Gruss Monika und ihre Jungs
hatte auch das glueck
so einen weissen schatz 11 jahre an meiner seite zu haben: ein weisser langhaar-ruede, wunderschoen, traumhaftes wesen.
ja, das war er, unser greifi, geb. solo check von ronanke.
l.g.
dogge shiwa
Wirklich die Ruhe im Hund
Der beste Freund meiner beiden Mädels ist auch ein weisser, ihn bringt nichts aus der ruhe. Da können die zwei "kleinen" toben wie sie wollen, wenn er nicht will, will er nicht. Aber das Stöckchen von unserer Stella hat er schon in Beschlag genommen und rückt es nicht mehr herraus. Da spielt der alte Herr (11 Jahre) lieber selber damit.
Also wirklich unser liebes braves "Mondkalb" ^^ Arko.
Liebe Grüsse Kareen, Susi & Stella
Ich habe meinen Weißen
Ich habe meinen Weißen Schatz jetzt 7 Monate an meiner Seite und ich kann nur sagen, dass ist ein Traum von einem Hund!!!
Wesen und Gesundheit
Wir haben eine 5-jährige und eine 7-Monate alte Hündin, beide Langstockhaar.
Beide sind ausgesprochen sportliche Hunde, die eine Menge Bewegung, Zeit und Beschäftigung fordern. Auch in Schlechtwetterphasen ist es erforderlich sie ausreichend auszulasten, ansonsten sucht sich Hund eben so seine Beschäftigung, die Mensch meist nicht so toll findet ;-} Die angenehme Kehrseite ist aber, dass die beiden allzeit bereit sind etwas zu unternehmen und jeden Quatsch mitmachen, was Mensch wieder freut.
Kaufinterssenten möchte ich raten, sich fragen, ob sie bereit und in der Lage sind einen weissen Schäferhund ausreichend zu beschäftigen, auszubilden und zu bewegen. (Wir hatten den Umfang zunächst unterschätzt und unsere Freizeitaktivitäten inzwischen gründlich umgestellt ;-)))
Obwohl die beide von unterschiedlichen Züchtern (engagierten und verantwortungsbewußten Züchtern!) und nicht miteinander verwandt sind, haben beide einen Zahnfehler, das heißt, es fehlt ihnen 1 bzw. 2 "P4". Das hört sich zunächst nicht dramatisch an, führte aber bei der jüngeren (ihr fehlen die 2 unteren P4) wahrscheinlich dazu, dass der Unterkiefer nicht in ausreichendem Maße wuchs und sie einen leichten Rückbiss entwickelte, mit dem Effekt, dass die unteren Eckzähne sich in den oberen Kiefer bohrten und kieferorthopädisch schmerzhaft und teuer gerichtet werden müssen. Wie ich inzwischen weiß, gibt es dieses Problem wohl öfter. Allein im Frankfurter Raum habe ich, die sich in der "Szene" nur am Rande auskennt, von 3 Fällen in diesem Jahr erfahren.
Von dem Wesen sind wir absolut überzeugt: Sie sind sanft, sensibel, führig und wollen uns immer gefallen. So machen sie es uns leicht, sie zu umgänglichen Begleithunden zu erziehen. So können wir die beiden überall hin mitnehmen, nur höchst selten treffen wir auf Ablehnung.
Auch wenn ich die vielgepriesene Kinderverträglichkeit (unsere Kinder waren, als die erste Hündin zu uns kam, 9 und 12 Jahre alt) nur bestätigen kann, ist es doch kein reiner Kinderhund. Die Führung durch Erwachsene ist unerlässlich.




















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