
- Bild: Belgischer Schäferhund
Rasse-Porträt
Welche Rasse passt zu mir? Heute: Der Belgische Schäferhund
Um Ihnen die verschiedenen Rassen vorzustellen, befragen wir Fachleute und Hundehalter.
Dieses Mal haben wir die Züchter-Familie Kuefner befragt. Falls Sie gerne möchten, dass wir eine bestimmte Hunderasse vorstellen, dann schicken Sie uns eine Email an community@hallohund.de.
Der Belgische Schäferhund – das sagt die Züchter-Familie Kuefner:
Allgemeine Erscheinung:
Belgische Schäferhunde sind in der Welt der Rassehunde etwas Einmaliges, weil es unter ihnen vier Varietäten gibt, die sich in Farbe und Beschaffenheit des Haarkleides voneinander unterscheiden.
Die Schlüsselbegriffe sind hierbei: Harmonie, Aufmerksamkeit und Eleganz.
Der Groenendael-schwarz,langhaarig. Der Tervueren-rot-braun mit Charbonnage und dunkler Maske, langhaarig. Und der Andersfarbige- der graue /silberne Tervueren, dessen Zucht zeitweise nicht erwünscht war. Der Malinois-rot-braun mit dunkler Maske, kurzhaarig. Der Laeken-rot-braun, rauhaarig, drahtig, aber nicht lockig
Ein harmonisch gebauter Hund von mittleren Proportionen, intelligent und widerstandsfähig, was nicht nur das Wetter betrifft. Durch die Harmonie seiner Körperform und die stolze Kopfhaltung vermittelt der Belgier Eleganz und Robustheit. Leichtfüßiges, schwungvolles und raumgreifendes und effizientes Gangwerk lassen ihn grazil und dynamisch erscheinen.
Belgische Schäferhunde unterscheiden sich völlig von Deutschen Schäferhunden: Sie haben einen feineren Kopf, sind zierlicher und, von der Seite betrachtet, quadratischer gebaut.
Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, dass der Uneingeweihte beim ersten Anblick eines Belgiers annimmt, es handele sich um eine attraktive Kreuzung zwischen Collie und Deutschem Schäferhund.

Fell - Langhaar: Groenendael / Tervueren: kurzes Haar am Kopf, an den Außenseiten der Ohren und an den Beinen mit Fransen besetzt. Am Körper ist das Haar lang und glatt. Reich und länger am Hals und der Vorderbrust, wo es eine Hals und Brustkrause bildet.
Die Hinterbeine (Keulen) sind mit langem dichtem Haar, der sogenannten „Hose“ versehen.
Der Groenendael ist einfarbig schwarz oder mit kleinen weißen Abzeichen wie folgt:
Kleiner bis mittlerer Fleck oder Streifen auf der Brust, zwischen den Pfotenballen und an den Zehenspitzen der Hinterpfoten.
Der Tervueren hat alle Schattierungen von rot, falb oder grau mit schwarzer Wolkung (Charbonage) –wobei die Falbfarbene den anderen Tönungen oft vorgezogen wird. –Er sollte eine schwarzer Maske haben, diese muss an 8 Stellen zeichnend sein: an beiden Ohren, beiden Augenlidern, an beiden Ober und beiden Unterlippen schwarz pigmentiert.
Fell – Malinois: sehr kurzes Haar am Kopf und den Außenseiten der Ohren und am ganzen Körper-etwas länger an der Rute und am Hals. Maske wie beim Tervueren.
Fell - Laeken: Kennzeichnend ist das von Rauheit und Trockenheit wirkende Fell, welches noch zerzaust erscheinen soll. Rötlich bis falbefarbenes Haarkleid mit schwarzen Schattierungen an Fang und Rute. Der Fang soll reichlich behaart sein, am ganzen Körper sonst ca. 6 cm lang. Durch sein drahtiges Haarkleid aber nicht weniger charakteristisch wirkend.


Ohren:
Die Ohren sollen hoch angesetzt, eindeutig dreieckig und straff aufrecht getragen; in ihrer Größe passend zum Kopf sein.
Augen:
Die Augen sollen von mittlerer Größe, weder zu tief liegend, noch vorstehend, leicht mandelförmig von bräunlicher Farbe, möglichst dunkel sein.
Der richtige Augenausdruck ist direkt, forschend, unerschütterlich und bringt die härtesten Herzen zum Schmelzen.

Rute:
Langhaar: langes dichtes Haar-Fahne-
Kurzhaar: buschige Rute mit dunkler bis schwarzer Spitze
Laeken: die Rute darf keine Fahne bilden
Widerristhöhe:
bei einem mittelgroßen Rüden misst man 62 cm, bei Hündinnen 58 cm-Toleriert werden Abweichungen von 2 cm nach unten und 4 cm nach oben
Herkunft:
Belgische Schäferhunde sind in der ganzen Welt durch ihre Vielseitigkeit bekannt. Sie haben die Voraussetzungen zum Familienhund, zum Begleithund oder zum Arbeitshund. Sie arbeiten u.a. als Lawinensuchhunde, als Drogenspürhunde oder als Stars in Fernsehserien. Auch auf den Hundesportplätzen sind sie immer häufiger an zu treffen und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.
Im späten neunzehnten Jahrhundert stellte man in Belgien Untersuchungen an, ob es einen echten einheimischen, nur dort vorkommenden Schäferhund gäbe. So wurde dann festgestellt, dass alle in der Region Brabant untersuchten Tiere anatomisch gleich gebaut sich nur in Textur, Farbe und Länge des Haarkleides unterschieden. In den übrigen acht belgischen Provinzen kam man zu ähnlichen Ergebnissen.
1892 wurde dann der erste Standard für Belgische Schäferhunde verabschiedet, es wurde damals von der Langhaar, Kurzhaar und Rauhaar-Varietät gesprochen.
Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts waren die langhaarigen Schwarzen als Groenendael bekannt, benannt nach dem Ort Groenendael in der Nähe Brüssels.
Die langhaarigen falbefarbenen Hunde wurden als Tervueren bekannt nach einem Dorf in dem dessen Zucht begann.
Die kurzhaarigen falben Malinois wurden so benannt, weil um den Ort Males herum viele Zwinger diese Varietät züchteten.
Zu Ehren des Züchters J.B.Janssen aus dem Ort Laeken wurden die Laeken als Laekenois benannt. Im Jahre 1912 wurde die Federation Cynologique Internationale (Weltverband für Hundezucht) gegründet, der sich andere Verbände anschlossen.
Alle diese Verbände haben eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Rasse in Belgien gespielt.

Gewicht:
25-30 kg wiegt der Rüde und 20-25 kg wiegt die Hündin
Lebenserwartung:
Der Belgier hat eine sehr hohe Lebenserwartung. Körperlich gesund kann er
bis zu 18 Jahren unser Lebensbegleiter sein.
Charakter:
Da er seiner menschlichen Familie gegenüber zutiefst loyal ist, kann der Belgische Schäferhund oft reserviert gegenüber Fremden sein und einen starken, manchmal vereinnahmenden Schutztrieb für jedes Mitglied seiner Familie entwickeln.
Zu denen die er kennt, ist er außerordentlich liebevoll und freundlich, erpicht auf deren Aufmerksamkeit und sehr besitzergreifend.
Er ist ein Hund der Gesellschaft liebt und allein gelassen sich schnell langweilt.
Er braucht Ansprache und geistige Anregungen, die er zu gerne aufnimmt. Der Belgier ist ein sehr aktiver Hund und liebt nichts mehr als den freien Auslauf. Manchmal geht sein eigener Enthusiasmus mit ihm durch und er muss beruhigt werden. Man sagt, er gleiche einem guten Champagner-spritzig, sprudelnd und überschäumend. Er ist sehr feinfühlig und anpassungsfähig, arbeits-und lernfreudig gehorcht er gern aufs Wort. Alles in Allem eben ein Rudeltier.
Empfehlung:
Bei Interesse sich solch einen Hund anschaffen zu wollen, finden Sie bestimmt unter den Züchtern des BSBe.V. ( www.bsb-e-v.de ) Ihren Hund.
Kommentare
Belgier
wir haben einen Mischling aus Belgier (Groenendale)und Schweizer Schäferhund.
Ganz schwarz und kurzhaarig (hat er von der Mutter), bis auf weissem Brustfleck und french nails :-) ein toller Hund mit einer guten Portion Eigenwilligkeit.
Wir lieben ihn sehr
LG molly
Belgischer Schäferhund
Nach 25 Jahren DSH und Riesenschnauzer habe ich nun endlich seit reichlich einem Jahr meinen schon immer erträumten Belgier, einen Tervueren, unseren Dargo. Meine Freundin, die seit Jahren TV züchtet, hat immer zu mir gesagt: die Belgier sind anders, du wirst dich umgucken! Und siehe da, sie hatte Recht :-)!
Aber erst mal zu allem Positiven: Der Belgier ist, wenn genügend ausgelastet, ein wundervoller Familienhund: wunderschön, der Star jeden Spaziergangs (man wird oft angesprochen "Collie-Mix, oder?"),kuschelig, anlehnungsbedürftig, aktiv, sensibel, clever (!!!), kinderlieb, ungemein arbeitsfreudig, einfach rundum toll.
Aber, und auch das gehört zu dieser Rasse dazu, dieser Hund braucht Ausarbeitung und Beschäftigung, ansonsten sucht er sich sein Tagewerk: bestenfalls Schuhe zerkauen, Wohnung „entmöbeln“ o. ä., schlimmstenfalls wird er bissig und lässt sich nicht mehr handeln.
Der Belgier ist ein Hund, bei dem man mit Härte in der Erziehung gar nix erreicht, dann "macht er zu" und lässt keinen an sich ran, geht schnell ins Meiden, also nichts für "Poltergeister"!
Für diese wirklich cleveren Hunde muss man sich vorher überlegen, was man erreichen will und das dann mit Köpfchen, Konsequenz, Liebe und Durchhaltevermögen durchsetzen.
Das macht einem der Belgier aber nicht schwer: er will arbeiten, es seinem Herrchen recht machen und tut alles für ein so "ist´s brav", Leckerli oder Spielzeug.
Dargo hat die Begleithunde- und die Ausdauerprüfung bestanden, jetzt arbeiten wir weiter im Agility und im VPG-Sport, beides macht ihm großen Spaß.
Bevor man sich einen Belgier anschafft sollte man sich unbedingt mit anderen Belgierbesitzern unterhalten und diese Hunde im Familienleben erleben, um genau zu prüfen, ob gerade diese Hunde zu einem passen.
Adressen von Züchtern beim VDH finden Sie u. a. auch unter www.dkbs.de.
LG dargolino
Tervueren
Diese Rasse macht süchtig................einmal einen Tervueren, immer einen :o)) Wobei ich letztes Jahr fremd gegangen bin :( Nun hab' ich 2 Tervueren und einen Weissen Schweizer Schäferhund. Aber die Rassen passen vom Wesen sehr gut zusammen. Beide super lieb, und vertragen sich super mit Katzen und Kaninschen, die auch noch zu unserem Rudel gehören.
Wobei meine Belgier noch sehr oft für "Collie-Schä-
ferhunde-Mix" gehalten werden. Muss mir mal von K9 den Spruch kaufen "wir sind kein Collie-Schäfer-Mix"
LG Monika und ihre Jungs
Groenendael-Border Collie-Mix
Hallöchen,
mein Rüde ist eine Mischung aus Border Collie und Groenendael - was jeweils Mutter, und was Vater war, wissen wir nicht...
Mako [unser Rüde] ist sehr auf seine Menschen bezogen, treu, verschmust, charakterstark, eigenwillig, aber gehorsam!
Abgesehen von seiner peniblen, arroganten Art ist er eine gelungene Mischung!!!
Groenendael
Blacky war etwa 5 Monate als ich nach einem Kumpel Für Joko suchte und befand sich nur 1 Woche im Tierheim. Am Anfang hat er uns schier zur Verzweiflung gebracht, weil er ständig ausbüxte, sobald er jemanden mit Hund spazierengehen sah und unbedingt mitlaufen wollte. Kein Zaun war vor ihm sicher. Mit seiner spitzen Schnauze hat er es immer wieder geschafft, den Maschendraht so zu verbiegen, daß er hindurchschlüpfen konnte. Erst durch die Katration ist er dann ruhiger geworden, ja richtiggehend faul. Aber trotz seiner Größe war er ein sehr verschmuster Hund und es gab nie Probleme mit anderen Hunden. Falls ihm mal ein Hund nicht ganz geheuer erschien, so ging er ihm einfach aus dem Weg.




















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