Welche Rasse passt zu mir? Heute: Der treue Mops

Um Ihnen die verschiedenen Rassen vorzustellen, befragen wir Fachleute und Hundehalter. Dieses Mal haben wir die Züchterin Sabine Tegethoff befragt. Falls Sie gerne möchten, dass wir eine bestimmte Hunderasse vorstellen, dann schicken Sie uns eine Email.

 

Der Mops: Das sagt die Expertin Sabine Tegethoff

Allgemeine Erscheinung: Der Mops ist ein kleiner kompakter Hund. Sein Körperbau gleicht einem kleinen, quadratischen und gedrungenen Muskelpaket. Man nennt dies auch „multum in parvo„ also viel Masse auf kleinem Raum.
Fell: Es soll fein, glatt anliegend, weich, kurz und glänzend sein. Niemals darf es hart oder struppig sein. Es gibt drei Farben: beige, schwarz und steingrau. Wobei es bei beige noch Abstufungen in apricot gibt. Beige Möpse haben eine tiefschwarze Maske.
Ohren: Der Mops hat feine kleine samtige Ohren, die tiefschwarz sind. Es gibt zwei Formen, das Rosen -und das Knopfohr. Die Ohrmuschel ist bei beiden Formen gut bedeckt.
Augen: Sehr dunkel und glänzend. Sie sind gut eingebettet und auf keinen Fall vorstehend.
Rute: Ist ein besonderes Merkmal des Mopses. Sie soll möglichst doppelt geringelt, gut hoch angesetzt über dem Rücken getragen werden.
Widerristhöhe: Der Standard der FCI weist eine Höhe von 25-30 cm aus. Nicht selten sind aber Rüden noch etwas größer.
Herkunftsland: China
Gewicht: Laut FCI 6,5-8,5 kg, dieses Gewicht kann ich aber so nicht bestätigen. Ein stattlicher Rüde hat ein Gewicht von 11 kg, ohne dabei dick zu sein. Meine Hündinnen wiegen zwischen 7,4 und 8,6 kg.
Lebenserwartung: 15 / 16 Jahre.
Charakter des Mops: Der Mops ist ein lebenslustiger, vitaler Kleinhund. Er ist ein Clown, ein Seelentröster, ein Kinderkumpel. Er macht alles um seinem Herrchen zu gefallen. Er liebt es der Mittelpunkt zu sein und immer und überall dabei sein zu dürfen. Läuft es mal nicht nach seiner Nase ist er beleidigt wie eine Diva. Man kann sich aber schnell wieder mit ihm versöhnen. Er ist seinen Artgenossen und Menschen gegenüber völlig aggressionsfrei. Der Mops hat keinen Jagdtrieb und hört im Allgemeinen sehr gut. Als Wachhund ist er ungeeignet, würde er doch jeden Einbrecher freudig begrüßen. Er ist zwar kein ausgesprochener Kläffer, kann aber seiner Empörung lautstark Ausdruck verleihen. Obwohl er seinen Menschen hingebungsvoll liebt, ist er überglücklich einen oder mehrere Möpse in seiner Umgebung zu haben. Durch Grummeln, Grunzen, Brummen verleiht er seinem Gemütszustand eine ganz besondere Note. Man hat einen ständigen Begleiter und das ist wörtlich zu nehmen.

 

Der Mops: Das sagt die mehrfache Besitzerin – Frau Ostberg

Hallo, mein Name ist Sabine Ostberg. Im Jahr 2002 zog unsere erste Mopsdame Pauline, nach langen Überlegungen welche Rasse es denn sein sollte, bei uns ein.

Der Mops scheidet die Geister, wie kaum eine andere Rasse. Man liebt ihn oder man mag ihn überhaupt nicht. Ich finde es wunderschön diese Zwerge aufwachsen zu sehen und sie bereichern unser Leben. Es macht jeden Tag erneut Spaß ihnen beim Spielen und Toben zuzusehen.

Man kann ihnen auch nicht lange böse sein, wenn sie mal wieder irgendwas angestellt haben. Ein Blick aus diesen knautschigen kleinen Gesichtern und man vergisst schnell den Ärger. Die Mimik dieser Rasse ist einmalig und mit keiner anderen Rasse zu vergleichen. Sie freuen sich über jeden Besucher und vereinnahmen diesen auch sofort.

Der Mops hat aber auch so seine Eigenarten, die nicht jedem gefallen. Er kann nahezu lästig sein und will immer und überall dabei sein. Seinen Mops sollte man möglichst nicht allein lassen, da er mit dieser Situation nicht glücklich ist. Möpse lassen sich ausgezeichnet in kleinen Rudeln halten, sie brauchen auch da nicht viel Platz, da sie am liebsten gestapelt liegen und schlafen.

Möpse lieben lange Spaziergänge und überraschen auch gern ihre Halter, indem sie schwimmen, klettern oder Stöckchen schleppen. Möpse sind gelehrig und schneiden bei Prüfungen, wie z.B. Begleithundeprüfung oft mit sehr gut ab. Jedoch zum Joggen und Laufen am Fahrrad ist diese Rasse völlig ungeeignet.

Alles in allem ist der Mops eine gesunde Kleinhunderasse mit großem Herzen. Wenn man seinen Welpen aus einer guten Zucht erwirbt, in der viel Wert auf Verpaarungen geeigneter Linien , sowie gesunder Elterntiere ( z.B. PL frei) gelegt wird, sollte man lange Jahre viel Spaß an und mit seinem Mops haben. Ein Mops ist kein Prestige-Objekt, sondern ein ganz besonderes bezauberndes Lebewesen. Und deshalb habe ich noch eine Bitte: Hände weg von Billigwelpen! Sie retten keinen Welpen, sie machen nur Platz für neue Welpen und unterstützen damit eine schier unerträgliche Qual der Muttertiere.

 

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