Rasse-Porträt

Welche Rasse passt zu mir? Heute: Die Siberian Husky

Um Ihnen die verschiedenen Rassen vorzustellen, befragen wir Fachleute und Hundehalter.
Dieses Mal haben wir die Züchter-Familie Kalmund befragt befragt. Falls Sie gerne möchten, dass wir eine bestimmte Hunderasse vorstellen, dann schicken Sie uns eine Email an community@hallohund.de.


Der Siberian Husky -  das sagt die Züchter-Familie Kalmund:

Herkunft: nördliches Sibirien,  dort unentbehrlicher Begleiter der Nomadenstämme (z.B. Tschuktschen) Rassestandard wurde in USA erstellt
Geschichte: Pelztierjäger Goosak bestreitet 1909 mit seinen „kleinen, zierlichen“ Tieren, das „All Alaska Sweepstake“ Rennen. Zunächst belächelt, fuhr er mit seinen kleinen Hunden gleich auf Platz 3.

1925 brach in Nome Alaska eine Diphtherieepidemie aus und 20 Musher (Hundeschlittenführer) bildeten mit ihren Gespannen eine Staffel, um das lebensrettende Serum die 1090 km von Nenana nach Nome zu bringen. Dies wurde in nur knapp 6 Tagen bewältigt. (normale Reisedauer damals ca. 3 Wochen) Die längste Etappe bewältigte Leonard Seppala mit 146 km. Dieses Serumrennen ist der historische Hintergrund des heutigen Iditarod Rennen.

Allgemeine Erscheinung: (Auszug aus dem FCI Standard)

Der Siberian Husky ist ein mittelgroßer Arbeitshund, schnell, leichtfüßig, frei und elegant in der Bewegung. Sein mäßig kompakter, dicht behaarter Körper, die aufrecht stehenden Ohren und die buschige Rute weisen auf die nordische Herkunft hin. Seine charakteristische Gangart ist fließend und anscheinend mühelos. Er ist nach wie vor äußerst fähig, seine ursprüngliche Aufgabe als Schlittenhund zu erfüllen und leichtere Lasten in mäßigem Tempo über große Entfernungen zu ziehen. Die Proportionen und die Form seines Körpers spiegeln das grundlegend ausgewogene Verhältnis von Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer wider.
Die Rüden sind maskulin, aber niemals grob; die Hündinnen sind feminin, aber ohne Schwächen im Aufbau. Ein Siberian Husky in richtiger Kondition, mit gut entwickelten, straffen Muskeln, hat kein Übergewicht.

Ohren: von mittlerer Größe aufrecht stehend, hoch angesetzt am Kopf getragen,  relativ eng beieinander stehend, gut behaart,
Augen: mandelförmig, mäßig auseinander stehend, schräg eingesetzt. Die Augen können blau oder braun sein, wobei ein blaues und ein braunes Auge, sowie mehrfarbige Augen zu akzeptieren sind.
Rute: die sichelförmige, buschige Rute, wird, wenn der Hund aufmerksam ist, über dem Rücken getragen, dabei soll sie sich weder auf der einen, noch auf der anderen Seite des Körpers ringeln und nicht flach auf dem Rücken aufliegen. Eine hängende Rute ist normal, wenn der Hund ruhig und gelassen steht. Während der Arbeit als Schlittenhund wird die Rute meist gerade nach hinten getragen
Widerristhöhe: Rüden  53.5cm – 60 cm, Hündinnen 50 cm – 56 cm
Gewicht: 20-27 kg Rüden, 16 – 23kg für Hündinnen
Farbe: alle Farben von schwarz bis rein weiß sind erlaubt. Eine Vielfalt von Zeichnungen am Kopf ist üblich, einschließlich mancher auffallender Muster, die bei anderen Rassen nicht zu finden sind.
Lebenserwartung: 12 – 14 Jahre
Charakter: ein relativ eigenständiger Hund mit freundlichem Wesen, auch gegenüber Fremden, er ist aufmerksam und kontaktfreudig. Er zeigt nicht die besitz betonenden  Eigenschaften eines Wachhundes. Seine Intelligenz Lenkbarkeit und Eifer machen ihn zum angenehmen und willigen Arbeiter. Er besitzt weiter ein sehr ausgeprägtes Rudelverhalten und braucht Gesellschaft.
Ebenso ist sein Jagdinstinkt stark ausgeprägt.
Empfehlung: trotz seines freundlichen und verspielten Wesens ist dieser Vierbeiner nicht unbedingt pflegeleicht. Der Siberian Husky hat einen enormen Bewegungsdrang  Er braucht einen sportlichen Menschen, der ihm die Möglichkeit gibt diese Energien abzubauen
Ein Siberian Husky liebt und respektiert sein Herrchen, wenn dieser seiner Liebe würdig ist und für ihn den Rudelführer darstellt.
Drill und Eintönigkeit ist diesem besonderen Hund verhasst, ein nicht ausgelasteter Schlittenhund entwickelt eigenständige Ideen was Gartengestaltung und Innenraumdekorationen anbelangt. Er kann so sehr schnell zur Plage werden.
Interessierte dieser wunderbaren Rasse sollten sich allerdings auch im Klaren sein, dass dieser Hund nicht unbedingt zum Freigänger wird, wenn das Gelände nicht ordnungsgemäß eingezäunt ist. Dazu besitzt  diese Rasse zuviel Eigenständigkeit, die wiederum als Schlittenhund, dringend benötigt wird (findet ohne Mühe den zugeschneiten Trail u.v.m.)
Häufige Bemerkungen sind: Was macht dieser Hund im Sommer? Ist dies keine Quälerei, der muss doch in den Schnee!!
Der Siberian Husky besitzt ein Fell mit Deckhaar und Unterwolle. In Sibirien steigen die Temperaturen im Sommer ebenfalls auf + 30° an. Selbstverständlich wird sich der Hund bei diesen Temperaturen im Schatten räkeln und das Training wird man in die kühlen Morgenstunden verlegen.
Seine Fellpflege ist relativ einfach, ein  regelmäßiges Kämmen ist i. d. Regel ausreichend. 2-mal im Jahr allerdings wechselt der Siberian Husky sein Fell, dann kann mit riesigen Wollbergen gerechnet werden, die Wolle findet sich überall!
Diese Rasse ist nicht für die enge Stadtwohnung geeignet, es sollte schon ein Haus mit Garten sein, der eine entsprechende Umzäunung aufweist.

Sollten  sie als Interessent auch nur mit einer dieser Eigenschaften nicht zu Recht kommen, bitten wir sie eindringlich: Kaufen sie sich keinen Siberian Husky!!

Unser Leitspruch ist es immer noch:
Einen Siberian Husky kann man nicht besitzen, man lebt mit ihm!

Weitere Informationen findet man auf unserer Webseite
www.taysa-siberians.de

Der Siberian Husky - das sagt der Besitzer Christian

Hallo, ich bin Christian und ich kann den Aussagen des Züchters nur zustimmen. Ich habe selber einen Husky, aber nicht weil ich mich in die blauen Augen verliebt habe – das habe ich erst nachdem der Hund schon eine Weile bei mir war – sondern weil ich in Schottland lebe und ihn zur Jagd mitnehme und mein Hund extrem viel Bewegung bekommt – Tag für Tag. Ich führe kein Leben im Büro, wie es die meisten Menschen machen, sondern verdiene mein Geld in der freien Natur. Ich kann wirklich keinem Menschen, der in der Stadt lebt einen Siberian Husky empfehlen.