Hundekrankheiten

Symptome und Prävention der Magendrehung

„Nach dem Essen sollst du ruhen, oder tausend Schritte tun!“ – dieses Sprichwort gilt für Hunde nicht, denn den Vierbeiner direkt nach dem Essen auszuführen wäre ein fataler Fehler. Bewegung mit vollem Hundebauch kann schnell zu einer Magendrehung führen. Woran Sie diese Krankheit erkennen und was Sie tun können um ihr vorzubeugen erfahren Sie hier.

Was eine Magendrehung überhaupt ist, wie sie entsteht und welche Hunderassen besonders anfällig für diese Krankheit sind, können Sie hier nachlesen.


Woran erkenne ich eine Magendrehung?

Hunde, bei denen sich der Magen gedreht hat, verhalten sich anders als sonst. Sie sind unruhig, legen sich nieder, nur um kurz danach wieder aufzuspringen. Sie speicheln, würgen, versuchen zu erbrechen, atmen oberflächlich und schwer und sind kaum ansprechbar. Bemerken Sie diese Symptome bei Ihrem Hund, untersuchen Sie seinen Bauch. Ist die Bauchdecke hart, gespannt und erscheint der Bauch aufgebläht, alarmieren Sie sofort den Tierarzt! In diesem Fall zählt jede Sekunde, denn der Hund muss so schnell wie möglich operiert werden. Sagen Sie dem Tierarzt unbedingt telefonisch Bescheid und äußern Sie den Verdacht auf Magendrehung, so dass vor Ort schon alles für die Notoperation vorbereitet werden kann!

Wie kann ich einer Magendrehung vorbeugen?

Sowie die Ursachen, sind leider auch die Maßnahmen zur Vorbeugung einer Magendrehung umstritten. Wir haben vier Tipps zusammengestellt, die am häufigsten genannt werden, wenn es um Prävention von Magendrehungen geht.
  1. Füttern Sie nie zu große Futtermengen auf einmal. Füttern Sie Ihrem Hund lieber 2-3 kleinere, anstatt eine große Mahlzeit am Tag.
  2. Nach dem Essen ist Ruhe angesagt! Achten Sie darauf, dass sich Ihr Hund nach der Fütterung zum Schlafen niederlegt. Die Ruhephase sollte mindestens zwei Stunden andauern. So kann der Hund seine Nahrung in Ruhe verdauen und der Hundemagen ist nicht mehr so voll wenn Sie zur Gassirunde aufbrechen.
  3. Füttern Sie Ihrem Hund kein stark kohlehydratreiches Futter! Trockenfutter lieber vorher einweichen und darauf achten, dass der Hund nicht direkt nach dem Essen trinkt. Möglicherweise trinkt er sonst so viel, dass sich das Trockenfutter im Magen extrem aufbläht.
  4. Bieten Sie Ihrem Hund das Futter nicht auf dem Boden, sondern etwas erhöht an, z.B. auf einem Napfständer.
Die Magendrehung ist eine gefährliche Krankheit, doch trotzdem sollten Sie sich keine übertriebenen Sorgen machen. Treffen Sie Vorbeugemaßnahmen, aber achten Sie bitte darauf, dass die Lebensqualität Ihres Hundes nicht darunter leidet und seien Sie nicht übertrieben vorsichtig. Nach der Ruhephase nach dem Essen sollte Ihr Liebling wieder alles tun dürfen, was ein gesunder Hund gerne macht: spielen, springen, rennen und wild herumtoben, denn nur so ist er glücklich.