24.11.20095 Kommentare

- Deckrüden sorgfältig auswählen © Richard Paul - Fotolia.com
Züchterwissen
Wie wähle ich einen Deckrüden aus?
Welcher Rüde passt zu meiner Hündin? Dazu machen sich verantwortungsbewusste Züchter viele Gedanken. Es gilt, viele Aspekte zu beachten.
Sie wollen Inzucht vermeiden und haben den Wunsch, gesunden Welpen das Leben zu schenken. Dafür müssen Stammbäume gewälzt werden, die Vererbungslehre muss verstanden sein und natürlich die interessanten Rüden der gewünschten Rasse nach Möglichkeit persönlich besucht werden. Ihre wichtigsten Kriterien für die Rüdensuche hat mir Renate Albrecht genannt im Gespräch zu dem neuen Ratgeber „Mein Welpe“ (Erscheinungstermin März 2010). Sie züchtet die Bordeaux-Doggen „Appellation d’Origine“ und hat für sich definiert, wonach sie einen Deckrüden auswählt:
Schönheit:
Bei den äußerlichen Merkmalen geht es um mehr als subjektiv empfundene Schönheit. Es geht bei Rassezüchtern immer auch um die Schönheit bezogen auf den festgelegten Rassestandard. Welche Ohren sind gewünscht für die Rasse, welche Gesichtsform, welcher Rückenlauf, welche Rutenstellung.
Herkunft:
Der Stammbaum, unter Kennern „Pedigree“ genannt, ist die Visitenkarte jedes reinrassigen Rüden. Wichtig ist, innerhalb einer Rasse die verschiedenen Linien (z.B. Showlinie und Arbeitslinie) zu kennen und darauf zu achten, dass statt Inzucht frisches Blut in den Stammbaum kommt.
Wesen:
Hunde vererben nicht nur äußerliche Schönheit, sondern auch charakterliche Merkmale. So ist es wichtig, dass man als Züchter das Wesen des Deckrüden kennt. Ist er energiegeladen oder sehr ruhig und ausgeglichen? Ein guter Charakter gehört mit zu den Eigenschaften, die ein Deckrüde unbedingt haben muss. Dabei können die Hundeeltern gegenseitig Stärken und Schwächen ausgleichen.
Gesundheit:
Fast bei jeder Hunderasse gibt es typische Erkrankungen. Meistens werden die Anlagen dafür von den Eltern zu den Kindern weitervererbt. Eine dieser Erkrankungen ist die HD (Hüftgelenksdysplasie), aber auch Augenkrankheiten wie die angeborene Augentrübung Katarakt oder körperliche Nachteile wie zu kurze Nasen sind bekannte Gesundheitsrisiken. Darum prüfen Züchter besonders sorgfältig die Gesundheitszeugnisse der Tierärzte. Ihr Ziel bei der Rüdenauswahl ist: Welpen, die rundum gesund sind und bleiben.
Weitere Links zum Thema:
So erkenne ich einen guten Hundezüchter
Text: Christiane Blenski
Kommentare
31.12.2009 - 14:57 Uhr
Fabolous (nicht überprüft)
4294966940 Kommentare
Online
Online

super artikel :)
super artikel :)
das war ja nun vor kurzem
das war ja nun vor kurzem aktuell. Natürlich mußte der Rüde erst mal gute Einstandswerte haben - HD frei (A-Hüften), gute, möglichst sehr gute Prüfungsergebnisse. Braun mußte er sein, denn schwarz ist ja meine schon. Aber dann haben wir auch noch weiter überlegt und uns für einen Mütterlicherseits Verwandten entschieden - Linienzucht. Was in diesem Fall bedeutet, daß die Linie eben über die gemeinsame Großmutter Anschluß an den Zuchtversuch - Neukreuzung von Pointern und Großpudeln - hat, aus welchem einmal einige sehr gute Hunde hervorgegangen sind und zum anderen der bei einer doch seltenen Rasse sicher zu einer wichtigen Blutauffrischung führt.
mein Tipp: die Hündin
mein Tipp: die Hündin wählen lassen, sofern diese (noch) instinktsicher ist ;-)











Offline