12.02.20091 Kommentar

- Nina Deißler mit ihrem Mann und ihren Hunden
Flirt-Faktor Hund
Interview mit einer Flirttrainerin
Ungezwungen streunert Bello durch Büsche und Wiesen und hat keine
Hemmungen, einen fremden Hund sofort ausgiebig zu beschnuppern.
Menschen dagegen tun sich häufig schwer damit, jemanden kennenzulernen.
Kann ein Vierbeiner da helfen? Wir haben Flirttrainerin Nina Deißler
zum Thema „Flirten mit Hund“ befragt…
Frau Deißler, lässt es sich mit Hunden besser flirten?
Ja, Hunde haben es in da in der Tat leichter als wir - sie achten auf
Körpersprache und Geruch, das reicht meistens. Glück hat, wer einen
kontaktfreudigen Hund besitzt, der gerne auf andere Hunde oder auch
gleich auf sympathische Menschen zugeht. Da kann sogar ein schüchterner
Mensch leicht in Kontakt kommen. Hunde sind immer ein hervorragendes
Gesprächsthema, mit dem man auch gleich noch ein wenig Privates über
das Gegenüber erfährt: Auf die Frage, ob der Hund mit zur Arbeit darf
zum Beispiel erfährt man meist schnell, was der andere so den ganzen
Tag treibt…
Wirkt ein Mensch mit Hund anders?
Ein Mensch mit Hund beweist zunächst schon mal
Verantwortungsbewusstsein, denn ein Hund braucht viel Pflege und
Zuwendung - aber vor allem auch die Zeit des Herrchens. Während der
Mensch mit Katze meist als „Einzelgänger“ oder zumindest Individualist
gesehen wird, sind Hundemenschen eher gesellige Teamplayer, und damit
auch als potentielle Partner attraktiv. Ein Mensch, der einen gut
erzogenen Hund sein Eigen nennen kann, verfügt außerdem
höchstwahrscheinlich über gute Führungsqualitäten, denn ein Hund
gehorcht nur, wenn er das Herrchen als Rudelführer anerkennt - und das
ist bei vielen Hunderassen gar nicht so einfach.
Apropos Rasse: Spielt die eine Rolle?
„Wie der Herr, so’s Gescherr“ sagt ein altes Sprichwort und ganz so
falsch ist es nicht. Hunderassen unterscheiden sich ja nicht nur im
Aussehen, sondern auch im Charakter ganz gehörig voneinander. Man kann
schon davon ausgehen, dass ein Mensch, der sich einen Windhund hält,
anders ist als jemand mit einem Golden Retriever. Ich frage die
Menschen, die ich treffe, daher gerne, wie sie sprichwörtlich „auf den
Hund gekommen“ sind. Diese Geschichten sind meist amüsant und verraten
viel über Hund und noch mehr über Herrchen.
Könnten Sie sich vorstellen, den Hund in ihren Seminaren als Flirtmedium einzusetzen?
Ich nutze meinen eigenen Hund Luzie ab und zu im Coaching – zum einem
tatsächlich als „Kontakthelfer“, aber auch zum Üben von
Selbstsicherheit und Durchsetzungsfähigkeit oder schlichtweg als gutes
Beispiel für Mut und Lebensfreude, denn davon hat der kleine Racker
jede Menge.
Haben Sie selbst auch schon mit Hilfe Ihres Hundes geflirtet?
Ich lebe seit fünf Jahren mit einem quirligen Jack-Russel-Terrier
zusammen, der äußerst kontaktfreudig ist - allerdings mehr zu Menschen
als zu anderen Hunden, aber das macht nichts. Menschen mit
kontaktfreudigen Hunden sind in aller Regel selbst auch kontaktfreudig
und so komme ich immer leicht ins Gespräch, egal ob ich meine Luzie
dabei habe oder nicht. Etwas „Ernstes“ ist aus diesen Flirts nie
geworden, aber gut für die Laune waren sie immer. Mit einem
freundlichen Hund hat man immer schnell Kontakt - und sei es nur die
ältere Dame in der U-Bahn.
Kann ein Vierbeiner generell gut für eine Beziehung sein?
Ein Hund ist für jeden Menschen eine Mischung aus Verpflichtung und
Bereicherung. In Partnerschaften kann er dafür sorgen, dass sich der
Alltag nicht immer nur um die Partnerschaft und den Partner als solchen
dreht. Ein Hund weckt Verantwortungsgefühl und bringt Abwechslung und
Spaß. Wenn ein Paar sich vielleicht auch Kinder wünscht, ist es eine
gute Idee die Familienplanung damit zu beginnen, einen Hund
anzuschaffen. Ein kleiner Hund ist am Anfang ähnlich pflegeintensiv wie
ein Kind, glücklicherweise nicht ganz so lange. Aber man kann schon mal
gut üben und sehen, was auf einen zukommt!
(Lesen Sie hier mehr zum Thema "Hunde und Babys")
Ist das auf dem Foto Ihr Mann? Verbindet die gemeinsame Liebe zu Hunden?
Ja, wir sind seit Mai 2008 verheiratet, obwohl wir uns erst seit
November 2007 kennen. Die Hunde haben sicherlich ihren Anteil daran:
Mein Mann ist Musiker und Comedian und eigentlich von Natur aus schon
ein schräger Vogel - mit einem großen Herz, vor allem für Hunde. Als
ich ihn nach seinem Vierbeiner fragte, dachte ich zunächst, ich hätte
mich verhört: Ein Königspudel - wie bitte? Einen Mann, der so tolle
Musik macht, so witzig ist und dann noch so einen komischen Hund hat,
den musste ich einfach kennen lernen! So wurde unser erstes Date dann
auch ein Hundespaziergang und, oh Wunder: Meine Terrierdame, die
eigentlich sehr wählerisch ist bei ihren Spielkameraden, freundete sich
direkt mit dem großen schwarzen Wuschelkopf an. Und auch ich habe mich
schnell in ihn verliebt - allerdings vorher noch in sein Herrchen…
Vielen Dank für das Interview!
Hier geht's zur Homepage von Flirtexpertin Nina Deißler
Mehr zum Thema:
Tolle Flirt-Tipps von Flirttrainerin Nina Deißler finden Sie auf womensnet.de!
Date-a-Dog – Liebe auf den ersten (Hunde-)Blick
Kommentare
Wie wahr
Über die Hunde lernt man eine Menge Leute kennen... Ob man dadurch mal den Partner fürs Leben trifft?! Ich hoffe es...
Meist bleibt es ja beim Smalltalk mit dem Hauptthema Hund. Sehr witzig finde ich, wieviel man über den anderen Hund weiß, seinen Namen, Alter, Macken. Über den jeweiligen Halter weiß man oft wenig. Mein früherer Hund hatte einen Labrador- Kumpel, der hieß Locksley. Wir haben uns über Jahre regelmäßig im Park getroffen. Doch von den Haltern wussten wir nicht mal den Namen. Jahre später traf dann meine Mutter "Herrn Locksley" bei seiner Arbeit und erfuhr dann endlich mal den Hausnamen... (:











Offline