Hunde-Gesundheit
- Hunde sind Rudeltiere und verteidigen somit ihren Herrn und das Revier. Nachdem ein Revier erobert wurde, entsteht diese Verhaltensweise meist beim Rüden. Aggressivität ist zur Klärung der Rangordnung ein wichtiges Werkzeug, um die Hundegesellschaft zu stabilisieren. Hier kommt es im Allgemeinen zu keinen ernsthaften Auseinandersetzungen. Fehlgeleitete Aggressivität entsteht vor allem aus dem Unverständnis des Menschen für die Verhaltensweisen des Hundes.
- Auch Hunde können an Futtermittelallergien erkranken. Jeder Bestandteil eines Futtermittels kann allergieauslösend wirken. Jedoch sind es meist die Eiweiße, die die Probleme verursachen. Futtermittelallergien schränken die Lebensqualität des Hundes erheblich ein. Neben Hautproblemen kommt es bei Futtermittelallergien auch zu anderen Symptomen wie Erbrechen und Durchfall. Juckreiz und Magen-Darmstörungen können ebenfalls auf Futtermittelallergien hindeuten. Zur Diagnose der Ursache und Behandlung der Futtermittelallergie benötigen Sie und der behandelnde Tierarzt Zeit und Geduld. Eine Diät, die das allergieauslösende Eiweiß ausschließt, wird meist lebenslang notwendig. Um dieses Eiweiß festzustellen, ist eine Ausschlussdiät häufig nötig. Basierend auf einer eingehenden Befragung wird der Tierarzt einen Ernährungsplan zusammenstellen. Zum Abschluss kann dann eine Diät, bestehend aus ausgewählten Eiweißen verfüttert werden. Diese Diäten werden auch als Fertigfuttermittel angeboten. Durchfall nach Milchgaben lassen jedoch eher auf eine Intoleranz als auf eine Allergie schließen. Der in der Milch enthaltene Milchzucker kann vom Körper nicht verarbeitet werden.
- Antibiotika sind Stoffe, die entweder künstlich hergestellt oder natürlich vorkommend (in Pilzen und Bakterien etc.) dazu verwendet werden, um abtötend oder wachstumshemmend auf bestimmte Mikroorganismen zu wirken. Als Bestandteil von Tabletten, Pasten, Säften oder Injektionslösungen werden sie häufig zur Heilung oder auch prophylaktisch vom Tierarzt eingesetzt. Die Einhaltung der vorgeschriebenen Dosierung und der Dauer der Verabreichung ist ausschlaggebend für den Erfolg der Behandlung.
- Was hilft das beste Futter oder der beste Rat, wenn der Hund das angebotene Futter nicht fressen mag? Wenn der Hund das angebotene Futter nicht frisst, bieten Sie ihm etwas anders an. Geben Sie Fertigfutter, probieren Sie eine andere Sorte, aber bleiben Sie erst mal bei der verwendeten Marke. Futterumstellungen sollten Schritt für Schritt vorgenommen werden, damit sich das Verdauungssystem des Hundes daran gewöhnen kann. In Verbindung mit Gewichtsabnahme, Durchfall, Erbrechen oder Aktivitätsverlust, sollten Sie sofort den Tierarzt aufsuchen. Appetitlosigkeit kann vielfältige Ursachen haben: psychische Probleme, Bewegungseinschränkungen, fehlerhafte Haltung oder auch Überfütterung.
- Die Arthrose ist eine chronische, schmerzhafte, zunehmende Gelenkveränderung. Im Gegensatz zur Arthritis sind bei der Arthrose die Gelenke nicht entzündet, sondern abgenutzt. Es handelt sich dabei um den krankhaften Verschleiß der Gelenke. Arthrose gilt nach lehrmedizinischer Meinung als nicht heilbar. Therapiert werden in erster Linie die entstehenden Schmerzen. Ferner wird versucht, ein Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen oder zu stoppen.
- Verschiedene Ursachen können zu Augenentzündungen führen. Diese können auf der einen Seite genetisch bedingt sein, aber auch Haltungsfehler oder typische Junghunderkrankungen können die Augen des Welpen in Mitleidenschaft ziehen. Am häufigsten ist die Bindehautentzündung, verursacht durch Zug, Fremdkörper, fehlerhafte Lidstellung und vieles andere mehr. Starker Tränenfluss ist das auffälligste Symptom. Hunde haben je Auge ein drittes Lid, das als Nickhaut bezeichnet wird. Die Nickhaut hat die Funktion eines Scheibenwischers, der Fremdkörper entfernt. Sie ist größtenteils unter dem unteren Lid versteckt und man kann nur ein kleines Stückchen dieser farbigen Membrane im inneren Augenwinkel erkennen. Die Nickhaut enthält eine Drüse, die ca. 30 Prozent der Tränenflüssigkeit produziert, um die Augenoberfläche feucht zu halten. Wird die Nickhaut deutlicher erkennbar, kann dies ein Anzeichen für Krankheiten oder Schmerzen sein. Veränderungen am Auge des Hundes sollten schnellstmöglich dem Tierarzt gezeigt werden.





