15.11.2007

Novemberblues: Motivation ist alles



Wenn der innere Schweinehund kurz davor ist, zu siegen und Sie lieber auf dem Sofa liegen würden als sich der rauen Natur zu stellen, dann gibt es nur eins: Tricksen Sie ihren Schweinehund aus. Dazu gibt es diverse Möglichkeiten.

Gassi nach Plan

So einfach es klingt, so einfach ist es: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Treffen Sie sich mit Gleichgesinnten, aber nicht auf Gut Glück, sondern machen Sie einen festen Zeit- und Treffpunkt aus! Ausreden, nicht zu kommen, sollten Ihnen dann äußerst schwer fallen - Sie wollen doch nicht so fies sein und den anderen im Regen stehen lassen? Oder Sie teilen die Spaziergänge auf. An einem Tag gehen Sie mit zwei Schnauzen im Sturmgetöse spazieren, am nächsten Tag genießen Sie Kaffee und Kekse auf der Couch während Ihr Hundefreund sich mit acht Pfoten durch den Schneeregen quält.

Bei einer länger andauernden Schlechtwetterperiode fällt es schwer sich jeden Tag neu zu motivieren, machen Sie sich am besten einen Plan. So wie sie im Vorfeld überlegen, was es am nächsten Tag Warmes zu essen geben soll, planen Sie im Voraus ihre Hundeausflüge: Montag - Flussufer, Dienstag - Stadtpark, Mittwoch - raus in den Wald und so weiter.

Abwechslung

Gegen „keine Lust“ hilft auch Abwechslung. Machen Sie doch mal was Neues! Gehen Sie die neue Gassistrecke, von der Ihnen die Hundebekannten erzählt haben. Oder in den Park am anderen Ende der Stadt, von dem Sie soviel gehört haben, aber noch nie da waren, weil er so weit weg ist. Oder suchen Sie im Laufstrecken-Guide auf der Homepage der Fit For Fun nach einer neuen Route. Unter Streckentyp einfach Waldweg eingeben.

Sie wollen schon lange mehr für Ihre Fitness tun, wie wäre es mit Nordic Walking? Auf Hallohund finden Sie in der Hunde-Welt unter Activity ein Nordic-Walking-Special mit vielen Tipps und Tricks.

Stur vor sich hinmarschieren kann manchmal gut sein, um den Kopf frei zu kriegen, manchmal aber auch nur langweilig. Wenn Sie nicht wissen, was Sie mit Ihrem Hund draußen spielen sollen, dann lassen Sie sich von der „Hunde Spiele-Box“ inspirieren. Auf 40 Übungskarten gibt es Spielideen von „Such mich“ bis „Skateboardfahren“. Für jeden Hundetyp ist etwas dabei, sowohl für den „Schlaumeier“ als auch den „Waldläufer“. Zu den Übungskarten, die sich mitnehmen lassen, gibt es ein ausführliches Ratgeberbuch.

Hilfe von Dritten

Wenn Ihnen so gar nichts einfällt, was Sie mit Ihrem Sofawolf unternehmen könnten, dann lassen Sie doch andere für Sie denken und machen eine geführte Wanderung. Chris Loos von Culture-Dog aus dem Bayerischen Freising verbindet Spaziergänge mit Kultur und Natur. So gibt es einen Rundgang durch die wichtigsten Wahrzeichen Münchens oder einen Ausflug nach Weihenstephan mit Besuch der ältesten Brauerei der Welt. Immer mit dabei: ein Dog-Sitter, der auf die Fellnasen aufpasst, wenn im Museum Hundeverbot herrscht. Je nach örtlichen Gegebenheiten werden für die Hunde auf Freiflächen Spielpausen eingelegt.

Oder Sie machen eine Moorwanderung mit Bettina Mark? Die ambitionierte Hundebesitzerin hat sich auf Streifzüge abseits der Hauptwege im Münchner Süden spezialisiert. Jeder Gemeinschaftswanderung geht ein „Schnüffeltest“ voraus, ob sich die Vierbeiner auch miteinander verstehen. Mehr Infos unter www.hunderbunt.de. Wenn Sie in Internetsuchmaschinen „Hundewanderung“ und „geführt“ eingeben, finden Sie bestimmt einen Anbieter in Ihrer Nähe.

Wie Sie Ihren Hund bei Schmuddelwetter auch zu Hause beschäftigen können, erfahren Sie in Kürze in Teil 3 von Novemberblues: Gassi im Wohnzimmer

Sie haben eine tolle Hundewanderung vor, aber nicht das richtige Kleidung für Ihr Abenteuer, dann schauen Sie doch in Teil 1 von Novemberblues: Das richtige Outfit

Text: Gesine Jordan


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Kommentare

 

16.11.2007 08:56:10 Uhr

beagle-emily

Novemberblues

Ich kann auch nur unterstreichen, dass bei widirgen Wetterverhältnissen die eigene Motivation zum Spazierengehen ziemlich "im Keller" ist!!
Habe diesbezüglich meine Denkweise komplett umgestellt...denke nicht mehr "mein Hund muss raus", sondern "WIR sollten mal wieder vor die Tür"...ich nutze dann die Spaziergänge um meine Gedanken zu sortieren, Aufgaben zu überdenken, Pläne zu schmiden, mich neu zu sammeln und mich von der Natur inspirieren zu lassen.Dabei führe ich nur zu oft Selbstgespräche und verarbeite ganze Argumentationsketten...klingt verrückt, ist aber extrem entspannend, da der visuelle Anreiz der Natur einen komplett aus dem oftmals angespannten Umfeld Büro, Computer, Handy etc. entfernt.
Ich gebe zu, seit ich umgezogen bin hat sich diese Anschauung und quasi schon Therapie für mich zum Positiven entwickelt, da ich in der komfortablen Situation bin, nunmehr direkt am Wald zu wohnen. Hinzu kommt, dass meine Emily grundsätzlich ohne Leine läuft...und somit wir BEIDE diese Zeit auf unsere Weise in vollen Zügen nutzen.
Vielleicht noch einen Tipp zum Schluss: Mann sollte unbedingt geeignetes Schuhwerk und warme und bequeme Kleidung nutzen...auch hier sollte man sich konsequent auf den Spaziergang einstimmen...kommt man dann von einem langen Tripp zurück...ist der Hund glücklich und zufrieden...und man selbst fühlt sich auf wundersame Weise befreit!!!

Gruß Claudi und Emily

15.11.2007 19:00:01 Uhr

Hawkeye

passt wie die faust auf`s auge

Das stimmt wirklich mit dem gemeinsamen Gassi gehen st

 

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